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Knochenstarkes Training gegen Osteoporose

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Es ist eine alltägliche Szene: Kinder springen von einem Mäuerchen, klettern wieder hoch und springen herunter. Dass ich bei diesem Bild ausgerechnet an Osteoporose denke, mag auf den ersten Blick etwas merkwürdig erscheinen.

Knochenvorrat anlegen. Aber nicht auf den zweiten. Denn die hüpfenden Kinder tun ganz unbewusst das Beste, was sie für ihre kleinen Knochen tun können: Sie bauen sie auf. Solche kurzen Schläge und Stösse, wie sie beispielsweise beim Rennen, Toben, Springen sowie bei Ballspielen auftreten, fördern das Knochenwachstum. Es wird mehr Knochensubstanz gebildet, der Mineralgehalt und die Knochendichte werden erhöht und die Kinder legen sich so einen regelrechten «Knochenvorrat» an, von dem sie noch lange profitieren werden.

Knochenabbau verhindern. Knochen werden im Körper ständig auf- und abgebaut. Es sind simultan verlaufende Prozesse. Etwa bis zum 35. Lebensjahr überwiegt die Neubildung. Danach der Abbau. Man geht von einem «natürlichen» Verlust an Knochenmasse von rund 0,5 bis 1 Prozent pro Jahr aus. Ausser man tut etwas dagegen. Denn auch im gesetzteren Alter kann man mit Training einen Knochenabbau verhindern und seine Knochen sogar stärken.

Intensiv trainieren. Damit sich jedoch neue Knochensubstanz bildet, müssen die Zugkräfte, die auf die Knochen einwirken, sehr intensiv sein, wie dies beim Krafttraining bei Exersuisse der Fall ist. Beim Knochenaufbau verhält es sich gleich wie beim Muskelaufbau: Erst wenn eine gewisse Reizschwelle überschritten ist, baut sich Masse auf. Mit Krafttraining werden die Abbauvorgänge infolge des Rückgangs der Geschlechtshormone und der abnehmenden Aktivität im Alter kompensiert oder sogar übertroffen.

Sicherer gehen – weniger stürzen. Krafttraining hat aber im Zusammenhang mit Osteoporose noch einen weiteren Vorteil. Es führt zu einer leistungsfähigeren Muskulatur, zu einem sichereren Gang sowie zur Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten. Und alle diese drei Faktoren verringern das Sturz- und Frakturrisiko massiv.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall ein knochenstarkes Training!


Gut zu wissen

Was ist Osteoporose?

Osteoporose – im Volksmund auch Knochenschwund genannt – kann das gesamte Skelett betreffen. Die Knochenkrankheit bewirkt, dass kontinuierlich mehr Knochensubstanz ab- als aufgebaut wird wodurch der Knochen Masse und Struktur verliert. Osteoporose entwickelt sich häufig schleichend und bleibt lange Zeit unbemerkt. Oft wird die Krankheit erst bemerkt, wenn es zu Knochenbrüchen kommt. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört Osteoporose zu den zehn häufigsten Erkrankungen. Betroffen sind Frauen und Männer. Bei Frauen aber setzt der Knochenabbau wegen des Östrogenmangels in den Wechseljahren früher ein.

Welche Folgen hat Osteoporose

Osteoporose führt dazu, dass die Knochen porös und brüchig werden. Zu den häufigen Folgen von Osteoporose gehören Brüche – insbesondere Frakturen der Wirbelkörper, des Schenkelhalses oder der Handgelenke – aufgrund von Stürzen.

Mit Krafttraining Osteoporose vorbeugen und aufhalten

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass regelmässiges Krafttraining eine Osteoporose verhindern oder das Fortschreiten des Knochenschwunds aufhalten kann. Denn körperliche Belastung im Allgemeinen, und Krafttraining im Speziellen, führt zum Aufbau der Knochen. Und dies in jedem Alter.


Foto: Fotalia

Dr. med. Sandra Thoma

Sandra Thoma ist Ärztin und Verwaltungsratspräsidentin von Exersuisse. Muskeln faszinieren sie: Als Ärztin, weil sie ein medizinisches Multitalent sind; als Unternehmerin, weil Exersuisse auf gesundes Krafttraining spezialisiert ist. Im Blog schreibt die Mutter zweier Kinder darüber, was das Vorhandensein einer starken Muskulatur für den Alltag und die Gesundheit bedeuten.

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